2011 wurden meine Drillinge extrem früh in der 24. Schwangerschaftswoche geboren. Einer meiner Söhne erlitt einen Sauerstoffmangel, der zu einer Hirnschädigung (periventrikuläre Leukomalazie) und einer infantilen Zerebralparese führte. Nach vier Jahren intensiver täglicher Therapien war ich zutiefst frustriert: Seine Entwicklung stagnierte. Er lag meist teilnahmslos auf dem Rücken, ohne Interesse an seiner Umgebung. Gleichzeitig litt ich selbst unter starken Rückenschmerzen und Erschöpfung.
Auf der Suche nach neuen Wegen stieß ich auf die Anat Baniel Method® NeuroMovement®, damals in Deutschland noch unbekannt. Kurzerhand reiste ich mit meinem Sohn nach Kalifornien.
Das Ergebnis war überwältigend: Nach nur 20 Einheiten machte er Fortschritte, die in den viereinhalb Jahren zuvor unmöglich schienen. Meine eigenen chronischen Rückenschmerzen verschwanden bereits am zweiten Tag des folgenden Trainings – und kamen nie wieder.
Meine Drillinge sind heute 15 Jahre alt. Mein Sohn ist nach wie vor stark eingeschränkt und sitzt im Rollstuhl. Doch dank der Methode kommuniziert er gerne und lässt sich verstehen, hat die Funktion seines rechten Arms weitgehend zurückgewonnen, kann sich auf dem Boden drehen und nach vorne robben. Seine Rumpfmuskulatur ist stärker geworden und sein Kopf bleibt aufrecht. Wir lernen zusammen weiter.
Was als Hilfe für mein Kind begann, wurde zu meiner Berufung. Ich sehe täglich, wie viele Menschen vom Gesundheitssystem nicht ausreichend aufgefangen werden. Mein Ziel ist es, mit diesem ganzheitlichen Ansatz eine wirksame Ergänzung und Alternative zur klassischen Medizin zu bieten und Familien individuell zu begleiten.
Meine Begeisterung und meine kontinuierliche Weiterbildung helfen mir dabei, Betroffenen dauerhaft mehr Lebensqualität zu ermöglichen.
